Soziales Lernen

Sozialkompetenz beinhaltet Teamfähigkeit, die Fähigkeit auf andere zuzugehen, problemlösendes Denken, sich sprachlich ausdrücken zu können, Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen, Verantwortung für sich und andere tragen usw.
Für all diese Lernziele bietet der Wald die optimale Voraussetzung.
Da kein vorgefertigtes Spielzeug vorhanden ist, sind die Kinder darauf angewiesen, mehr miteinander zu reden, Regeln erstellen und einhalten. Jeder in der Gruppe ist wichtig: Es ist zum Beispiel nicht möglich, alleine einen großen Stamm zum Hüttenbau anzuschleppen.Sogar der Kleinste oder Schwächste wird gebraucht. Die Großen müssen berücksichtigen, dass die Kleinen z.B. nicht so schnell den Hügel hinaufklettern können und müssen warten, Rücksicht nehmen. Die Kinder erfahren ihre Grenzen (die oft von der Natur und nicht von anderen Personen gesetzt sind)- sie merken, dass sie nicht alles gleich können (Selbsterfahrung - Selbstbewusstsein). Das Kind muss sich Hilfe suchen, muss kommunizieren. Es muss um Hilfe bitten oder kann anderen helfen. Es erarbeitet sich seinen Platz in der Gruppe, weiß wo es steht. Der Erzieher ist hier nur ein Teil der Gruppe und gibt Hilfe zur Selbsthilfe. Die Kinder lernen Verantwortung zu tragen. Sie kümmern sich um ihre eigenen Sachen (z.B. Rucksack) selbst, lernen Regeln (z.B. in Sichtweite bleiben), einzuhalten.
Im Wald stauen sich wesentlich weniger Aggressionen an, weil immer genügend "Freiraum" und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind und eventuelle Aggressionen viel leichter umgelenkt werden können (z.B. Tannenzapfenweitwerfen).
Sozialkompetenz ist eine wichtige Voraussetzung für die Schule und das spätere Berufsleben.