Waldkindergarten

wakigaUnser Waldkindergarten ist zunächst ein ganz normaler Kindergarten, in dem Kinder miteinander spielen, singen, basteln, lernen, Geschichten hören und vieles mehr.
Er richtet sich nach den Zielen des bayrischen Bildungs- und Erziehungsplans und führt ebenso zur Schulfähigkeit wie ein Regelkindergarten.
Der Unterschied besteht darin, dass sich die Kinder ständig – bei Sonne, Wind und Wetter, zu jeder Jahreszeit – draußen in freier Natur aufhalten und kein vorgefertigtes Spielmaterial zur Verfügung haben. Nur bei extremer Witterung wird der beheizbare Bauwagen aufgesucht.

Der Peitinger Waldkindergarten „Die Wurzelzwerge“ e.V., der sich am Eingang zum Schnalzwanderweg befindet, ist eine Gruppe von 16 bis 18 Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren, die unter Betreuung von 2 Erzieherinnen, einer Sozialpädagogin und einer Heilerziehungspflegerin jeden Vormittag bei jedem Wind und Wetter im Wald bei der Schnalz verbringen.
Oberstes Ziel ist die Freude und eine Befriedigung kindlicher Grundbedürfnisse, die in der heutigen Zeit oft zu kurz kommen, „sinnvolles“ Spielen, Bewegung (an der frischen Luft) und somit Stärkung der seelischen und körperlichen Gesundheit.
Im Wald haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Umwelt hautnah und real zu erfahren und zu „begreifen“.
Ergänzt wird dies durch Naturerfahrungsspiele, Lernspiele, Bilderbücher, Geschichten, Kreisspiele, Fingerspiele und Lieder.
Der Ablauf der Waldtage findet immer nach dem gleichen Muster statt:

  • 8.15 – 8.45  Uhr Bringzeit
  • 8.45 Uhr Morgenkreis (Begrüßung, Zählen der Kinder, Lied/ Fingerspiel, Abstimmen darüber, wo gespielt wird). Anschließend Wanderung zum gewählten Platz und Freispiel.
  • ca. 10.30 Uhr gemeinsame Brotzeit (davor Händewaschen mit Lavaerde)
  • ca. 11.15 Uhr gezielte Beschäftigung (Geschichte, Bilderbuch, Naturerfahrungsspiele, handwerkliches Gestalten, etc.)
  • 12.15 Uhr Abschlusskreis (jedes Kind darf erzählen, was ihm besonders gut gefallen hat – alle hören zu; gemeinsames Lied)
  • 12.15 – 12.45 Uhr Abholzeit

Immer wiederkehrende Tages-, Jahres- und Naturrhythmen in Verbindung mit der Identifikation durch das „gleiche“ Fachpersonal und Ablauf der Waldtage nach immer gleichem Muster, geben den Kindern Orientierung, Vertrauen und Geborgenheit.